Kreative und Selbstständige kennen das mit Sicherheit: Die Gedanken sind ein Wirbelsturm aus Ideen, To-dos, Deadlines und vielleicht auch Selbstzweifeln. Du suchst nach innovativen Ideen und Lösungen, willst tagsüber mit Elan an die Projekte gehen und abends mit einem guten Gefühl abschalten und entspannt einschlafen. Doch stattdessen frisst das gedankliche Chaos deine Kreativität und deine Energie – du fühlst dich überfordert oder blockiert.
Ohne klare Gedanken keine klaren Resultate
Mentale Unruhe raubt den Fokus und die Freude an der Arbeit. Chronischer Stress senkt die kreative Leistungsfähigkeit um bis zu 50 % – kein Wunder, wenn du dich wie ein Hamster im Rad fühlst.
Das Problem? Ohne klare Gedanken gibt es keine klaren Ergebnisse.
Der Ausweg: Kaffee und Multitasking
Die häufige Antwort darauf: noch eine Tasse Kaffee trinken, noch eine Aufgabe mehr jonglieren, noch schneller zwischen E-Mails, Meetings und Projekten switchen.
Viele Kreative und Selbstständige setzen auf Hektik und Multitasking, um den Tag zu überstehen. Sie glauben, dass sie tagsüber durch pure Willenskraft und Koffein ihre Produktivität steigern können.
Kreativität braucht Raum
Multitasking und Koffein geben vielleicht kurzfristig einen Kick, doch für das Gehirn bedeutet dies nur noch mehr Belastung. Doch: Multitasking reduziert die Effizienz um bis zu 40 %, weil das Gehirn ständig umschalten muss.
Und der abendliche Serienmarathon betäubt vielleicht, doch auch er bringt keine Erholung. Denn der Kopf bleibt in einem Zustand der Überreizung – die offenen Aufgaben bleiben weiter präsent, auch wenn du dich gedankenverloren durch Social Media scrollst.
Das Ergebnis: Du bist weder fokussiert noch entspannt, sondern fühlst dich morgens einfach nur ausgelaugt und groggy.
Kreativität braucht Raum, und den schaffst du so nicht.
Meditation ist die Lösung
Meditation ist kein esoterischer Luxus, sondern ein praktisches Werkzeug, um den Geist zu ordnen und die Energie zurückzugewinnen.
Hier sind drei einfach umsetzbare Übungen, speziell für Kreative und Selbstständige:
Jeder gute Tag beginnt mit dem Abend davor
Hier einige Tipps für deinen Tagesabschluss:
Abendübung
Beantworte folgende 2 Fragen:
1. Meine größten Erfolge des Tages (1 Minute)
Schreib auf, was dir an diesem Tag besonders gelungen ist, was du gelernt hast, was du vorangebracht oder abgeschlossen hast.
2. Was steht morgen auf dem Plan? (1 Minute)
Schreib in Stichworten die wichtigsten To-Dos für den nächsten Tag auf.
3. Atmen (5-10 Minuten)
Beende deinen Tag mit einer kurzen Atemübung, z.B. mit der Dreiecks-Atmung, siehe: Atmen im Dreieck zur Vagusstimulation.
ODER gönne dir eine einfache Body-Scan-Meditation:
- Leg dich hin oder sitze entspannt, schließe die Augen und wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper – beginne beim Kopf und wandere bis zu den Zehenspitzen.
- Spüre, wo Anspannung sitzt, und atme bewusst in diese Stellen hinein. Das signalisiert deinem Nervensystem, dass es sicher ist, loszulassen. So vermeidest du, dass du nachts grübelst.
Am Morgen wachst du erfrischt auf und bist bereit für den neuen Tag 🌞
Morgenübung – Fokus: Atmen und Planen (5-10 Min.)
1. Atmen:
Starte deinen Tag mit einer kurzen Atemübung. Mein Tipp: mach die Dreiecks-Atmung, jedoch am Morgen andersrum.
Das heißt, die Atempause kommt NACH der EIN-Atmung. Das macht dich wach und deinen Geist klar. (Wenn du hingegen die Atempause NACH der AUS-Atmung machst, dann bringt das entspannte Müdigkeit.)
So geht die Übung:
- Sitze bequem und aufrecht, atme entspannt durch die Nase EIN (4 Sekunden), halte den Atem an (4-6 Sekunden) und atme langsam AUS (4 Sekunden).
- Dann wieder EIN – 4 Sekunden, ANHALTEN – 4-6 Sekunden, AUS – 4 Sekunden usw.
Mach diese Übung 3-5 Minuten lang.
2. Planen:
Danach schreibe folgendes auf (jeweils max. 1 Minute):
- Wofür bin ich dankbar?
- Tipp: Was habe ich JETZT…
- …das ich mir vor Jahren gewünscht hätte?
- …das ich in 30 – 40 Jahren auch noch haben möchte?
- …das ich mir zu haben wünsche, wenn ich krank oder verletzt bin?
- Tipp: Was habe ich JETZT…
- Worauf freue ich mich?
- Die wichtigste Sache, die ich heute erledigen muss.
3. Visualisieren:
- Visualisiere das, was du heute erledigen wirst. Geh durch deine Termine/Aufgaben und visualisiere, wie du diese heute erledigen wirst, inklusive Ergebnis.
- Dann visualisiere die Menschen, die dir wichtig sind und wünsche ihnen, dass sie glücklich, gesund und erfolgreich sein und voller Energie ihre Ziele erreichen mögen.
Diese kleine Achtsamkeitsübung schafft Klarheit und verhindert, dass du dich in Kleinigkeiten verlierst. Studien zeigen, dass bereits fünf Minuten Achtsamkeit die Konzentration messbar steigern können.
Tagsüber: Mini-Pausen als Kreativitätsboost
Wenn du bei einem Projekt feststeckst, gönn dir eine Mini-Pause: Geh an die frische Luft oder setz dich ruhig hin, schließe die Augen und lass deine Gedanken absichtlich wandern – ohne sie zu bewerten.
Das fördert die Divergenz im Denken, also deine Fähigkeit, neue Lösungen zu finden.
Danach notiere die ersten drei Ideen, die dir kommen, egal wie wild sie sind. Oft steckt in diesem Chaos der geniale Funke.
Fazit: kleine Schritte, große Wirkung
Meditation muss nicht kompliziert sein. Es geht darum, dem Geist gezielt Raum zu geben – für Fokus, Kreativität und Erholung.
Als Kreative oder Selbstständiger bist DU dein wichtigstes Werkzeug. Körper und Geist verdienen Pflege und Aufmerksamkeit.
Probier diese Übungen für die nächsten 1-2 Wochen aus und beobachte, wie sich deine Arbeit und dein Wohlbefinden verändern. Weniger Chaos, mehr Klarheit – das ist der Schlüssel zu kreativer Produktivität und echter Entspannung.
Newsletter

Jeden Samstag neu – nicht nur für Kreative und Selbstständige 😉 Hier anmelden (0€) 👇 👇 👇